Beteiligung des CASIB am hochrangigen Treffen zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und Deutschland in Brüssel
CASIB nahm im Rahmen eines Delegationsbesuchs unter der Leitung von Präsident Kassym-Jomart Tokayev an einem hochrangigen Treffen in Brüssel mit dem kasachischen Wissenschaftsminister Sayasat Nurbek teil. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Stärkung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Kasachstan und der EU sowie die Förderung des Bestrebens Kasachstans, assoziiertes Mitglied von „Horizont Europa“ zu werden.

Am Mittwoch, dem 25. Juni, nahm CASIB im Rahmen eines Delegationsbesuchs unter der Leitung von Präsident Kassym-Jomart Tokayev an einem hochrangigen Treffen mit dem kasachischen Wissenschaftsminister Sayasat Nurbek teil. Der Besuch fand vor dem Hintergrund des Bestrebens Kasachstans statt, assoziiertes Mitglied von „Horizon Europe“ zu werden. Kasachstan setzt sich nachdrücklich für den Ausbau seiner wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Europa, insbesondere mit Deutschland, ein. Die MLU-Vertretung in Kasachstan, die seit 2019 im Land präsent ist und über ein umfangreiches Netzwerk innerhalb der kasachischen Forschungslandschaft verfügt, fungiert in diesem Prozess als wichtiger Partner, unter anderem durch die Aktivitäten von CASIB.
Um diese Partnerschaft weiter zu stärken, wurde im Rahmen des Treffens zwischen der MLU-Vertretung und dem Astana Hub, einer der führenden Einrichtungen Zentralasiens in den Bereichen Forschung, Innovation und Technologie, eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Vereinbarung zielt darauf ab, das sich rasch entwickelnde Wissenschafts- und Innovationsökosystem Kasachstans sowie dessen starkes Interesse an internationaler Zusammenarbeit zu nutzen, um neue Partnerschaften in zukunftsweisenden Bereichen wie künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Klimaforschung und grüne Transformation aufzubauen.
Über CASIB unterstützt die MLU-Vertretung derzeit das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) bei der Entwicklung und Umsetzung von Kooperationen im Bereich der angewandten Forschung zwischen Deutschland und Zentralasien. Zudem pflegt sie seit Dezember 2025 als DFG-Stiftungswissenschaftlerin eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und trägt so zur Förderung gemeinsamer Grundlagenforschung bei. Neben den vom BMFTR geförderten Projekten zur nachhaltigen Landnutzung ist die MLU-Vertretung ein wichtiger Partner des Zentrums für deutsches Recht an der Maqsut-Narikbayev-Universität in Astana. Sie koordiniert gemeinsame Studienprogramme, fördert den akademischen Austausch und unterstützt die Modernisierung der juristischen Ausbildung in Kasachstan.
Um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der MLU und kasachischen Forschungseinrichtungen weiter auszubauen und die Forscher der MLU über Kooperationsmöglichkeiten in Kasachstan und der gesamten zentralasiatischen Region zu informieren – einer Region, die für die deutsche Bundesregierung zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnt und aufgrund sich verbessernder Forschungsbedingungen wachsendes Interesse seitens der deutschen Forschungsgemeinschaft auf sich zieht– organisiert die MLU-Vertretung gemeinsam mit kasachischen Partnern und dem Bundesforschungsministerium am 17. und 18. November eine regionale Konferenz in Astana.
Im Rahmen des Besuchs führte der Leiter der MLU-Vertretung neben Treffen mit der kasachischen Delegation auch Gespräche bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen Union, um aktuelle Entwicklungen in der europäischen Forschungsförderung zu erörtern.

